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Bericht: pottgolf beim Familiensportfest in Witten am 23. Mai 2010 E-Mail
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Geschrieben von: Rudi   
Montag, den 31. Mai 2010 um 20:19 Uhr

Spät, aber er kommt - der Bericht zum Familiensportfest.
Seit dem Montag danach hatte ich mit einer fetter Erkältung zu kämpfen und einige Tage wartete ich, ob auf crossgolf-portal mein eingereichter Bericht erscheint. Letzteres scheint irgendwie nicht zu funktionieren, somit benutze ich den dort eingereichten Text hier erneut, bohre diesen etwas auf und brauche somit auch nicht ganz neu anzufangen.

Am 23. Mai 2010 waren wir von Pottgolf.de in "Mission Crossgolf" unterwegs - beim Familiensportfest in Witten - mit Unterstützung von Crossgolf-Portal.de und Ruhr-Golf.de.
Wir haben dort einen schönen Tag verbracht. Das Wetter war gut, die Laune auch und somit steht am Ende ein überaus positives Fazit.
Doch die Geschichte ist länger, und was am Ende 'rauskommt, wissen wir selbst noch nicht, auch wenn ein Altkanzler dies seinerzeit für wichtig erachtete.

Hier aber die ganze Geschichte.


Irgendwann kam Tim mit der Idee um die Ecke, sich doch dort einfach blicken zu lassen und ein wenig Werbung für unser Treiben zu machen.
Nachdem dies allenthalben positiv resoniert wurde, ließ er auch recht schnell durchblicken, daß die Klamotte, sich auf dem Familiensportfest mit einem Mitmach-Stand zu präsentieren, eigentlich schon durch ist. Eine erste Begehung der Örtlichkeit hatte schon stattgefunden und auch unser Standstandort war schon beschlossene Sache. Der StadtSportVerband Wittens ließ uns von Anfang an nicht im Stich.
Grundsätzlich gut organisiert kam man uns entgegen und auch, daß wir kein offizieller Verein waren, tat diesem Umstand keinen Abbruch, wir fühlten uns immer gut aufgehoben.

Also gut - auf in den Kampf!
Familiensportfest - Was brauchen wir, was wollen wir, wer ist die Zielgruppe, wie tragen wir zum Gelingen bei, wer hilft, wer hilft womit, wer kann was, wer kann was besorgen?
Ein Pavillon, Kinderschläger, wo ist unser Areal auf dem Gelände hinter dem Saalbau, und wie groß, wie gestalten wir unseren Stand, wie macht man CROSSGolf einem "gut bürgerlich bis alternativen" Sportpublikum begreifbar?
Das waren die Fragen, welche zu Aufgaben wurden, wir waren diesbezüglich doch jungfräulich.

Wir bekamen ein kleines Stückchen Wiese in Richtung "Haus Witten" zugewiesen.
Also fielen echte Bälle schon einmal aus. Dankenswerter Weise wurde uns vom Crossgolf-Portal kurzerhand und unkompliziert eine Ladung AlmostGolf Bälle zur Verfügung gestellt.
Als gern geschehene Gegenleistung legten wir Flyer vom Portal aus und die uns ebenfalls zur Verfügung gestellten Lanyards wurden kurzerhand zu Preisen umfunktioniert.

Bei unserer Ankunft wurde uns mitgeteilt, daß sich die Streckenführung des ebenfalls stattfindenden Volks-Triathlons geändert hatte - genau durch unser Stückchen Golfland.

So wurde uns eine andere Wiese zugeteilt. Im Nachhinein müssen wir dafür dankbar sein. Wir hatten wesentlich mehr Platz, der Boden war eben und so ganz versteckt lagen wir nun auch nicht mehr.
Nur wie bekommen wir dort den elektrischen Strom, welcher uns zugesichert war?
Aufopferungsvoll kämpften die Organisatoren mit uns gemeinsam um eine Kabeltrommel, welche wir nach ca. 20 Minuten der Konfusion sogar doppelt in den Händen hielten - diese Hürde war also mit Bravour genommen.

Als wir den Pavillon, einige Ziele, eine Glotze mit Crossgolf-Videos, die uns vom ansässigen Golf-Areal (Ruhr-Golf) leihweise überlassenen Abschlagmatten und Kinderschläger gegen 9:30 aufgebaut hatten, hingen die Wolken noch bis zur Erde herunter und es war fürchterlich kalt, sollte es nicht bis zu 25°C warm werden, irgendwie sah daß alles eher nach Regen aus. Kay hatte sich erstmal richtig ausgeschlafen und stand ca. 1 Stunde später auf der Matte, sah orgentlich verpennt aus und somit wollte ihm auch keiner böse sein.



So wurde sich selber erst einmal warmgespielt. Wir merkten schnell, daß die AlmostBälle nun erst recht Gold wert waren, grenzte doch eine Straße an und die Läufer der Veranstaltung mußten ebenfalls direkt an uns vorbei.
Ganz nebenbei ließen es sich tapfere Wittener nicht nehmen, "unsere" Wiese als Flaniermeile zu benutzen.



Pünktlich zum offiziellen Startzeitpunkt des Sportfestes, hatte die Sonne sich durchgesetzt und heizte uns ordentlich ein.
Prompt kam auch der ersten Besucher am Stand an und wollte spielen - noch keine zwei Jahre alt, aber mit jeder Menge Spaß in den Backen. Seine Eltern hatten nicht zum ersten Mal den Schläger in der Hand und so haben uns diese drei über die recht beschauliche Anfangszeit gehievt. Wir konnten am lebenden Objekt Golfunterrichtgeben üben und die Müdigkeit wich auch aus den Knochen.



Und so ging das weiter. Statt des erwarteten recht gemütlichen Tages mit etwas Golfsport, wurde daraus ein Fulltime-Job, welcher weder Platz für Essenaufnahme, Getränkespaß oder auch nur Sitzen ließ.
Die Kinder und deren Eltern standen geduldig, aber drückend, Schlange, sodaß wir für einen halbwegs geregelten Ablauf nur noch jeweils 10 Bälle spielen ließen.



All dies jedoch nie ohne eine kleine Unterweisung und Hilfestellungen für den jeweiligen Probanden.
Ebenso ist kein Kind, und auch kein Erwachsener, welcher sich selber mal rantraute, von der Matte gegangen, ohne einen fliegenden Ball geschlagen zu haben, und wenn es eben doch ausnahmsweise 20 Versuche dafür brauchte.
"Die Kinder waren doch wie Zucker!" Ja, Tim, da haste Recht. Die Kleinen waren super interessiert, ließen sich flüstern und haben tapfer Alles gegeben. Es machte einfach Spaß. Und wie die Zeit verging, merkten wir dabei gar nicht.



Ganz nebenbei führten wir viele nette Gespräche, wobei es immer wieder Erstaunen hervorrief, wenn wir berichteten, daß wir das alles beinahe überall und jederzeit tun, ohne Club und zu viel Gehabe.

Auch so manches Talent gab es zu entdecken und auch die - nunja, recht willkürlich - verliehenen Lanyard-Preise waren unters Volk zu bringen.
So schaffte es zum Beispiel ein ca. 10-jähriger Junge, tatsächlich 4 von seinen 10 Bällen in das etwa 20 Meter entfernte Netz zu schlagen.
Ebenso verblüfften viele Kinder mit einem Technikverständnis, welches unter manchem erwachsenen Autodidakten seines Gleichen suchen dürfte.



Als Fazit bleibt festzuhalten, daß es ein anstrengender Tag war, aber auch ein sehr schöner.
Was übrig bleibt, können wir wahrscheinlich nicht messen. Wir hoffen aber, daß es einige neue (Cross)Golf-Infizierte gibt und die Leute ihren Spaß hatten.
Wir, zwei von uns sind selber Väter, hatten ihn jedenfalls.

Und um mit den Worten von Kay abzuschließen:
"Ich habe Kinderaugen gesehen, die gestrahlt haben, stolz, weil ein guter Ball geschlagen wurde, und Eltern, die ihre Kinder vorschickten, um selber mal schlagen zu können.... Also hat sich die Mühe doch gelohnt..."


Das ist nicht Kay, sondern Tim, aber es zeigt, daß wirklich alle Spaß hatten, auch wir!

Hier noch einmal unser ausdrücklicher Dank an:
StadtSportVerband Witten - fürs Mitmachenlassen, obwohl wir kein Verein sind
Crossgolf-Portal.de - für die AlmostGolf-Bälle, die Lanyards und Flyer
Ruhr-Golf.de - für Abschlagmatten und Kinderschläger
Tim - für die Idee, die Orga und den Taxidienst
Kay - fürs Verpennen und das dazugehörige Gesicht
Mir - für mich


Weitere Links:
Kurze Meldung in der WAZ: Ließ und Minigolf spielen
Fotostrecke Münstersche Zeitung: Bild 16 und 17

Meldung in der Witten Aktuell vom 02.06.2010 (Vielen Dank an Christian Lukas für die Freigabe):


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 08. Juli 2010 um 18:45 Uhr
 

Kommentare  

 
0 #1 Joker 2010-06-01 19:20
..Dieses Gesicht habe ich immer ohne eine Kanne Kaffee getrunken zu haben..
Ein ganz großer Dank geht auch an
dich..Erstmal guter Bericht.Und auch dDank geht aber auch besonders an ein Einsatz so wie der Umgang mit Kindern und dessen Eltern war VORBILDLICH..
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